Mit dem Workshop „Bewegungsförderung“ am 5. Mai 2026 in der „Neuen Burg“ in Penzlin setzten der Kreissportbund Mecklenburgische Seenplatte (KSB MSE ) und der Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam ein weiteres starkes Zeichen für mehr Bewegung im Kindesalter. Eingeladen waren Fachschaftsleitende Sport, Grundschullehrkräfte, Schulsportberater sowie Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Vereinssport, um aktuelle Entwicklungen des Projektes BewegungsCHECK MV vorzustellen und Wege für eine engere Zusammenarbeit von Schule und Verein zu beraten.
Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse des landesweiten BewegungsCHECK MV, mit dem die motorische Leistungsfähigkeit von Grundschulkindern erfasst wird. Die Auswertungen – vorgestellt von Martin Schlegel (Projektmitarbeiter, Institut für Sportwissenschaft, Universität Rostock) zeigen deutlich: Kinder, die im Sportverein aktiv sind oder zusätzlich eine Schul-AG besuchen, weisen häufiger gute motorische Voraussetzungen auf und seltener multiple Entwicklungsdefizite. Gleichzeitig wurde deutlich, dass noch immer zu viele Kinder die WHO-Empfehlung von täglich 60 Minuten Bewegung nicht erreichen. Bewegung ist damit nicht nur ein Thema für den Sportunterricht, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Dass das Thema im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte angekommen ist, zeigte der Blick auf die bereits eingebundenen oder interessierten Schulen. Von Friedland über Neubrandenburg, Neustrelitz und die Müritzregion bis nach Demmin und Malchin reicht die Liste der Grundschulen, die den BewegungsCHECK MV bereits durchgeführt haben, konkret planen oder sich neu dem Netzwerk anschließen. Neben Schulleitungen und Sportlehrkräften beteiligen sich auch zahlreiche Sportvereine und Verbände – von Fußball- und Handballvereinen über Schwimm- und Rettungsorganisationen bis hin zu Mehrspartenvereinen – an der Durchführung der Testtage. Diese breite Unterstützung aus dem organisierten Sport unterstreicht die Bedeutung des Projektes für die regionale Sportentwicklung.
Besonders praxisnah wurde der – ebenfalls als Lehrkräftefortbildung anerkannte – Workshop durch zahlreiche konkrete Beispiele für den Schulalltag. Vorgestellt wurden kurze Bewegte Pausen, Bewegungsangebote für den Unterricht sowie niedrigschwellige Übungen wie „Pizza backen“, „Ich packe meinen Koffer“ oder „Häschen tipp, Häschen hüpf“. Schon wenige solcher Aktivierungsphasen am Tag können einen spürbaren Beitrag zur täglichen Bewegungszeit leisten. Ergänzend erhielten die Teilnehmenden zahlreiche Hinweise zu Förderprogrammen und Kooperationsmöglichkeiten, darunter „Gemeinsam Sport in Schule & Verein“, Verwaltungsvorschrift „Ganztägiges Lernen“, Startchancenprogramm, Deutsches Sportabzeichen, Jugend trainiert für Olympia und Paralympics, uvm., zu denen sie im Anschluss alle Unterlagen digital bereitgestellt bekamen.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig verlässliche Netzwerke für eine nachhaltige Bewegungsförderung sind. Zahlreiche Schulen aus der Mecklenburgischen Seenplatte sind bereits in den BewegungsCHECK MV eingebunden und haben erkannt: Wenn Schule & Verein gemeinsam handeln, entstehen konkrete Chancen für mehr Bewegung, bessere Entwicklung und gesündere Kinder.
Die Teilnehmenden nutzten den vom KSB MSE hervorragend organisierten Rahmen sogleich um konkrete Test- und Projekttermine für das Schuljahr 2026/2027 anzubahnen und mit dem BewegungsCHECK MV erneut die Grundlage für eine systematische und datenbasierte Bewegungsförderung an ihren Grundschulstandorten realisieren zu können.







